Donnerstag, 14. Juni 2012

Empfang in der Saarländischen Landesvertretung in Berlin im Rahmen des Haupstadtkongresses "Medizin und Gesundheit"


Wieder sehr erfolgreiche Veranstaltung der „Gesundheitsregion Saar“ in Berlin.

Zum vierten Mal lud die „Gesundheitsregion Saar“ anlässlich des Hauptstadtkongresses „Medizin und Gesundheit“ 2012 in die saarländische Landesvertretung nach Berlin ein.

Mehr als 100 Teilnehmer, unter ihnen die Abgeordneten des Gesundheitsausschusses aus dem Saarländischen Landtag, Vertreter des Bundestages und Bundesministerien sowie Persönlichkeiten aus dem gesamten Bereich des Gesundheitswesens und der Gesundheitswirtschaft nahmen an der Veranstaltung teil.

Der neue Gesundheitsminister des Saarlandes, Andreas Storm, hob in seinem Grußwort die Bedeutung einer Sektoren übergreifenden Gesundheitspolitik und den Stellenwert der Gesundheitswirtschaft - auch für das Saarland - hervor. Besonders begrüßte er hierbei die Zielsetzung und den Einsatz der „Gesundheitsregion Saar“, die als integrierendes Bindeglied zwischen Leistungsanbietern, Kostenträgern und Politik interessante Impulse für die Gesundheitswirtschaft zu setzen vermag.

Werner Schreiber, Minister a.D. und Vorsitzender des Vereins „Die Gesundheitsregion Saar“, unterstrich in seiner Begrüßung die Wichtigkeit des Gesundheitssektors als Wirtschaftsfaktor und die Möglichkeiten, die in der Chance einer nachhaltigen, verlässlichen Gesundheitspolitik lägen. Das Saarland biete bereits jetzt so vielen Menschen Arbeit im Gesundheitswesen, wie in der Hochzeit des Bergbaus. Die Möglichkeiten seien aber noch nicht ausgeschöpft. Durch Vernetzung, Impulse für neue Ideen zu geben, sei daher eine wichtige Zielsetzung der „Gesundheitsregion Saar“.

In einem mit viel Beifall bedachten Referat setzte sich der Gastredner des Abends, Dr. Andreas Köhler, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, mit den Reformen in der Gesundheitspolitik auseinander. Dabei ging er in seinem Referat auf zunehmende Engpässe in der ärztlichen Versorgung in Deutschland ein. Vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung und der damit verbundenen wachsenden Zahl an Multimorbidität und Demenzerkrankungen ginge die Schere zwischen Versorgenden und Versorgungsbedürftigen immer weiter auf. Die bisherigen Reformbemühungen würden zwar teilweise in die richtige Richtung weisen, aber von den Betroffenen nur zögerlich angenommen oder seien in Ihren Auswirkungen noch nicht überschaubar. Als Fazit stellte er fest, dass der Wunsch nach der durchgreifenden Reform wohl ins Leere laufe, da die Herausforderungen des Gesundheitswesens ein ständiges Nachjustieren in den Bereichen Verbesserung der Rahmenbedingungen, Stärkung der Eigenverantwortung und Steuerung der Ausgabenseite bedürfe.

Im Anschluss an dieses Impulsreferat gab es Gelegenheit, zu vertiefenden Diskussionen und zum Meinungsaustausch. Bei Speis und Trank wurden Bekanntschaften vertieft und neue Kontakte geknüpft.

PowerPoint-Präsentation zum Vortrag Dr. Andreas Köhler [511 KB]


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