Gesundheitswirtschaft - ein Jobmotor?

Podiumsdiskussion im Saarmesse-Forum, Saarbrücken

Jeder zehnte Arbeitnehmer ist mittlerweile im deutschen Gesundheitswesen beschäftigt. Die gemeinsame Podiumsdiskussion der Gesundheitsregion Saar e.V. und des Arbeitskreises Wirtschaft ging der Frage nach, ob die Gesundheitswirtschaft auch im Saarland mit derzeit 40.000 Beschäftigten – vom Krankenhaus über die Medizintechnik bis zum Fitness- und Wellnessbereich – das Zeug zum Jobmotor hat. In der Diskussion von Marcel Mangen, Hauptreferent und Geschäftsführer des Pharma-Unternehmens Janssen-Cilag, Dr. Gunther Hauptmann von der kassenärztlichen Vereinigung, Ursel Schmill von der Techniker Krankenkasse und Dr. Susan Breßlein vom Klinikum Saarbrücken ging es vorrangig um die Situation der Ärzte und Arztpraxen. Jobs könnten vor allem dort entstehen, wo es um Vorbeugung und individuelle Gesundheitsvorsorge gehe.
Die Schaffung von Gesundheitszentren mit Angeboten in den Bereichen Vorbeugung und Fitness, die über die klassische Sprechstunde und Laborarbeit hinausgehe, böte hierbei vor allem Chancen für weibliche Arbeitnehmer, die in Teilzeit arbeiten wollten, erklärte Dr. Gunther Hauptmann. Die Forschung müsse zudem noch mehr darauf ausgerichtet werden, individuelle Therapien gegen Krankheiten zu entwickeln und spezifischere Pharmaprodukte zu entwickeln. In Sachen Pharmaforschung und Biotechnik sei das Saarland auf einem guten Weg. In der Fragerunde ging es auch um neue Anforderungen an Apotheken. Sie spielen bei der Beratung und Prävention eine immer wichtigere Rolle – gerade im Hinblick auf die wachsende Bedeutung der Altenpflege im demografischen Wandel.