Empfang in der Landesvertretung des Saarlandes in Berlin

Pflege und Patientenschutz standen im Mittelpunkt des diesjährigen, mittlerweile traditionellen Empfangs der Gesundheitsregion Saar e.V. in der Saarländischen Landesvertretung in Berlin.

Der Hausherr, Staatssekretär Jürgen Lennartz und der Vorsitzende der Gesundheitsregion Saar e.V., Minister a.D. Werner Schreiber, konnten unter den rd. 150 Teilnehmern Sozialministerin Monika Bachmann, Abgeordnete aus dem Bundestag und dem Saarländischen Landtag, Experten aus Verwaltungen, aus Institutionen und Verbänden des Sozial- und Gesundheitswesen sowie Repräsentanten der Gesundheitswirtschaft begrüßen.

Ein besonderer Gruß galt dem Referenten des Abends, dem Beauftragten der Bundesregierung für Pflege und Patientenschutz, Staatssekretär Karl-Josef Laumann.

In seiner Begrüßungs- und Einführungsrede wies Werner Schreiber darauf hin, dass die Lebenserwartung in Deutschland in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen sei. Das sei natürlich erfreulich, bedeute jedoch gleichzeitig, dass das Risiko, pflegebedürftig zu werden, angestiegen sei. Das sei eine große Herausforderung an die Politik. Mit der Verabschiedung des Pflegegesetzes als weitere Säule der sozialen Absicherung im Jahr 1994 sei ein erster Durchbruch für die Bewältigung der Herausforderung Pflege erreicht worden. Staatsminister Laumann unterstrich ebenfalls die Bedeutung der Entscheidung von 1994. Er bezeichnete die Verabschiedung des Pflegegesetzes als Meilenstein auf dem Weg zu einer menschenwürdigen Pflege im Alter. Zurzeit, so Laumann, sind ca. 2,6 Mio. Menschen in Deutschland pflegebedürftig mit steigender Tendenz. Davon werden ca. 1,8 Mio. zu Hause betreut.

Seit der Gesetzesinitiative von 1994, so Laumann, wurden die Leistungen kontinuierlich weiterentwickelt, u.a. wurde die finanzielle Ausstattung verbessert und fünf Pflegegrade eingeführt. Vor allem wurde der Pflegebegriff durch die Einbeziehung von Demenzkranken erweitert. Laumann wies darauf hin, dass die Fortentwicklung der Pflege eine ständige Aufgabe ist. Er machte sich erneut stark für eine einheitliche Ausbildung des Pflegeberufes. Natürlich bestünden nach wie vor erhebliche Probleme, wie z.B. der Personalnotstand in der Pflege. Staatssekretär Laumann nannte einige Thesen zur Weiterentwicklung der Pflege und zeigte einige praktische Beispiele aus seiner jahrelangen Erfahrung. Er unterstrich die Bedeutung des Patientenschutzes. Nach seiner Auffassung muss sich in Deutschland eine Sicherheitskultur entwickeln. Transparenz bei Behandlung und Meldung von Behandlungsfehlern seien unabdingbar. Wichtig sei eine Meldepflicht bei Behandlungsfehlern. Die Ausführungen Laumanns wurden mit großem Beifall quittiert.

Auch in diesem Jahr wurde im Rahmen des Empfangs der Gesundheitsregion Saar e.V. der DEUTSCHE APOTHEKENPREIS, eine Initiative der Firma AVIE GmbH (Kohlpharma-Gruppe) verliehen. Der Geschäftsführer Dr. Thomas Zenk übergab zusammen mit dem Juryvorsitzenden Klaus Mellis, Vorstandsmitglied Apothekerverband Nordrhein e.V., und dem Vorsitzenden der Gesundheitsregion Saar e.V. Werner Schreiber die Preise an Dr. Ruth Britz-Kirstgen aus Blankenheim und Stefan Göbel aus Heringen (Werra) und Dietmar Bittenbinder aus Limburgerhof.

Im Anschluss hatten die Teilnehmer bei einem Buffet Gelegenheit, Meinungen auszutauschen, neue Kontakte zu knüpfen und alte wieder aufleben zu lassen. Als Fazit zogen eine ganze Reihe von Besuchern: „Die Empfänge der Gesundheitsregion Saar e.V. in Berlin sind immer eine Reise wert.“

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